360-Grad-Videos für Social Media-Beiträge im Tourismus

Aufnahmen mit der Insta360 ONE X im November 2019 auf Mauritius

Sind 360-Grad Videos eine innovative Aufnahmetechnik, zur Vermarktung einer Destination? In diesem Beitrag möchte ich über meine Erfahrungen schreiben und darüber berichten, in welchen Bereichen ich diese Video-Art für nützlich halte.

Die meisten werden bei den Kameras an das Google-Auto denken, das in vielen Großstädten unterwegs ist, um Aufnahmen für Google-Streetview anzufertigen. Eine entsprechende Kamera, besteht mindestens aus zwei abgerundeten Linsen und fügt die beiden unterschiedlichen Bildperspektiven anschließend zu einem gemeinsamen Bild zusammen.

360°-Video-Material verschafft Zuschauern einen Rund-Um-Blick von einer Destination. Wie bei Streetview, können die Zuschauer selbst bestimmen, von welcher Perspektive sie ein Video betrachten möchten. Das tolle daran fürs Online-Marketing? Facebook und Youtube unterstützen mittlerweile sämtliche Funktionen zur Darstellung der Video-Clips. Es ist daher für Unternehmen zunehmend einfacher geworden, die Aufnahmen für die Social Media – Profile zu verwenden.

Die Bedienung dahinter ist meist gleich: Festhalten des Bildes mithilfe der Maus oder dem Touchpad und dann das Bild in eine gewünschte Richtung drehen. Mithilfe einer Virtual Reality Brille oder einer Halterung für das Smartphone, lassen sich die Bilder auch verschieben, wenn der Kopf in die entsprechende Richtung geneigt wird: Für ein paar Minuten eintauchen in eine andere Welt, das ist die bekannte Theorie.

Es wäre alles so wunderbar, gäbe es da nicht ein paar Haken:

  • Profi -Kameras, mit denen besonders hochauflösender Content produziert werden kann, sind mitunter sehr preisintensiv.
  • Die Bearbeitung des Videomaterials erfordern einen Computer mit hoher Rechenleistung und zudem zusätzliches Know-How beim Schnitt etc..
  • Die Einbindung der Videos auf den Social-Media-Portalen funktioniert hervorragend, aber die volle Qualität des Videomaterials wird von Facebook & Co herunter-gerendert. Dies hat zur Folge, dass Videos, auch wenn sie mit Profi-Equipment aufgenommen werden, oft verpixelt aussehen. Aus diesem Grund kann das volle Virtual Reality-Erlebnis meist nur mithilfe spezieller Programme erzielt werden oder aber mit der angepassten Smartphone-App für ein Social Web, siehe YouTube.

Für Content-Manager ergibt sich außerdem ein zusätzlicher Bearbeitungsaufwand, was die Kosten in die Höhe treiben kann.

Unternehmen wie INSTA 360 bedienen seit einigen Jahren genau hier eine Nische im Kamera-Markt. Seit ein paar Monaten nutze ich bereits die INSTA 360 ONE X . Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass der sogenannte „invisible Stick“ und der Aufsatz für Bullet-Time-Video essentiell sind für die Kamera. Ich nenne meine INSTA 350 ONE X auch gerne „Fake-Drohne“. Allgemeine Vorteile erklärt der YouTuber AlexiBexi in diesem Content-Marketing-Video:

Für mich sind vor allem diese Aspekte relevant:

  • Der Preis ist in Ordnung.
  • Die Kamera und das Zubehör sind klein und kompakt. Dadurch wird das ganze reisetauglich. Gesteuert wird die Kamera hauptsächlich mit dem Smartphone oder Tablet – das Entscheidende hierbei – kurze Clips, z.B. für die Instagram-Story, lassen sich auch unterwegs auf dem Smartphone erstellen.  
  • Der Video-Content wird für die professionelle Bearbeitung in 5,7K ausgegeben – das macht es gerade noch möglich, die Videos ohne very-Highend IMac o.Ä. zu schneiden.

Der Bearbeitungsaufwand wird damit erheblich reduziert und steht in einem besseren Verhältnis zum tatsächlichen Output für das Social Media Marketing.

Mir persönlich haben es die Panorama-Aufnahmen sehr angetan. Mit einer Auflösung von 1080P sind die Videos für Social Media-Zwecke ausreichend.

In diesem Video-Clip habe ich entsprechende Aufnahmen verwendet um die Gegend in Brandenburg cool in Szene zu setzen, einen Drohnenflug zu „faken“ und um Schnitte beim Haupt-Videomaterial zu „verstecken“.

Studierte Weltenbummler @Seenland-Oder-Spree

Die Möglichkeit, Virtual Reality-Videos zu erzeugen, in denen sich der Zuschauer wie oben beschrieben frei bewegen kann, nutze ich dagegen kaum. Hier wird sich die Technik in den nächsten Jahren weiter verbessern.

Ich bin der Ansicht, dass eine gelungene Content-Marketing-Strategie voraussetzt, dass man ein Werbebudget langfristig sinnvoll aufteilt, denn eine Audience im Social Web, möchte regelmäßig informiert, inspiriert oder unterhalten werden. Es kann daher nur von Vorteil sein, sich mit Gestaltungsmöglichkeiten auszukennen, die kostengünstig sind und dabei gleichzeitig (relativ) professionell gestaltet wirken.

Entsprechendes Know-How ist ebenfalls wünschenswert, sobald es um die strategische Planung für Shared-Content geht, beispielsweise von Influencern.

Die Crux it es bekanntlich, den Produktionsaufwand gering zu halten und trotzdem regelmäßig gute und relevante Inhalte zu liefern. Das reduziert die Kosten und erhöht gleichzeitig das Ergebnis der Social Media-Arbeit.

Beste Grüße,

Max

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